ArtundKultur.net
Die Werke der surinamischen Künstler
sind Ausdruck und Zeugnis der unterschiedlichen Kulturen von Indianern, Buschnegern, Javanern und Hindustanern, die seit Jahrhunderten gemeinsam Suriname an der Ostküste Südamerikas gelegen bevölkern. Sie widerspiegeln diese besondere Atmosphäre und strahlen das uralte kulturelle Wissen aus, transformiert durch die Individualität des künstlerischen Ichs.
«Suriname has many cultures and each culture is showing off with a different flower, a bouquet that is called Suriname.»
Seit Beginn unserer Tätigkeit in Suriname ursprünglich die Vermittlung von individuell konzipierten Reisen , fühlten wir uns mit der Kunst, die sich durch die verschiedenen historischen Epochen entwickelt hat, sehr stark verbunden.
Das Ziel von ArtundKultur.net ist es, die lebendigen Themen dieser zeitgenössischen Künstler mit ihrem profunden Handwerk einem breiten Publikum zu vermitteln. Wir haben eine ständige kleine Ausstellung in unseren Räumlichkeiten.
Marcel Pinas (1971 District Marowijne, Suriname)
«Pinas is a man moving between worlds, processing and filtering information shaping it into his own personal vocabulary that can encompass the spaces he negotiates. His works invite us to join him on that journey while ushering us into important and often neglected language heritages and ways of seeing.»
Technik: Acryl, Collagen, verschiedene Techniken, Installationen
Das Hauptthema in seinen Werken ist die Kultur des Ndjuka-Stammes, dem er selbst angehört, und die Erhaltung dieser Werte. Vielfältig findet man in seinen Werken die Symbolik der Holzschnitzerei, der Paddel und Boote, der Stoffe und der Totems. Motive einer uralten afrikanischen Kultur, die die weggelaufenen Sklaven mitbrachten. Diese Motive waren nicht nur für Gebrauchgegenstände und Dekoration, sie wurden ebenfalls zur Kommunikation benutzt. Eine wesentliche Rolle neben den Totems spielt die Afaka Schrift mit 56 Buchstaben, die Marcel in allen seinen Werken verwendet und uns auf wundersame Weise näher bringt.
Marcel Pinas ist Hauptpreisträger des Kunstwettbewerbs «Bewegter Wind dem Wind zum Spiel», Kunsthochschule Kassel, DE, Juli 2005
Michael Wong Loi Sing (1968, Paramaribo, Suriname)
Technik: Acryl, Collagen, verschiedene Techniken, Installationen
Chinesen, Juden, Hindustaner, Indianer, Afrikanische und Kaukasische Abstammung, eine Familie von Malern, Schriftstellern und Dichtern, das hat Michel geprägt und spiegelt sich in seinen Werken wieder.
Diese komplexe Vermischung von kulturellem Hintergrund und die Suche nach Identität formen die beiden Hauptthemen in seinen Werken. Er macht auf überraschende Weise Gebrauch von der varierenden Surinamischen Mythologie.
So finden wir in seinen Werken Hinweise auf rituelle Bäder, anansi-toris (Geschichtenerzähler) - Kultur der Afrikanischen Sklaven. Und zur gleichen Zeit nimmt er uns mit auf weitere spirituelle Reisen, er nennt es die Schamanen-Kunst, das Erbgut der ursprünglichen Bewohner von Suriname.
Farbenreich und figürlich sind seine Werke, mit einer grossen Vorliebe für Doppelformen. Mit jedem Anblick gibt das Werk neue Geheimnisse und Erfahrungen preis.
Er sagt:
«Suriname has many cultures and each culture is showing off with a different flower, a bouquet that is called Suriname.»
George Struikelblok (1973 Paramaribo, Suriname)
Technik: Acryl und Collagen
Die menschliche Figur nimmt in seinen abstrakten Werken einen eigenen Platz ein. Seine Kunst ist persönlich und stark auf die eigene Individualität ausgerichtet. Tod und Liebe formen sein Werk. Die Fragmente des Alphabetes und die Texte in seinen Werken symbolisieren das Gespräch mit seinem Vater, der starb, bevor er geboren war. Der grosse Drang Fragen zu stellen, mit dem Paradox, so wie es George sagt: «Ich weiss nicht, was ich fragen muss». Ausdruck von Fragen nach der Liebe, dem Verlust und dem Tod.
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